Vorbildunternehmerin Elke Maria Alberts plant Soziale Architektur

 

Ich bin Vorbildunternehmerin, um die berufliche Perspektive der Selbstständigkeit aufzuzeigen. Damit leiste ich einen Beitrag zum Erhalt des Architekturberufes. Das klassische Architekturbüro trägt erheblich zur Baukultur bei. Selbstständige Frauen sind in MINT-Berufen unterrepräsentiert. Gemeinsam mit dem Institut für Bauforschung (IFB) und seiner Direktorin Dipl.-Ing Heike Böhmer wollen wir das ändern.“

Klar in ihren Aussagen und verbindlich, daran muss man sich gewöhnen. Wer es mag, findet genau diese typisch ostwestfälischen Eigenschaften bei Elke Maria Alberts. Eine Unternehmerin aus Sennestadt, die man beim Wort nehmen kann. Auch dann, wenn es um Inklusion und Schulbau geht: „Jede Schule sollte eine Förderschule sein! Architektonisch angemessen und ein Ort, an dem Kinder mit und ohne Behinderung lernen und leben.“

Soziale Architektur, das Planen für Gruppen und Gemeinschaften, gelingt, wenn alle am Bau Beteiligten an einem Tisch sitzen. Moderation im Pädagogischen Bauausschuss bedeutet Prozessqualität, sie führt zu Kostensicherheit und Nutzerakzeptanz. Beispiele sind die Mamre-Patmos-Schule in Bethel und die neue Schule für die Diakonische Stiftung Wittekindshof und das Jugendzentrum Luna in der Sennestadt. Für dessen energetische Sanierung wurde die Architektin mit dem Umweltpreis der Stadt Bielefeld ausgezeichnet.

Auch für den gelungenen Umgang mit der Architektur der Nachkriegszeit ist das Jugendzentrum in der von Reichow geplanten Stadtkrone Vorbild. Für die Sennestadt, die in der Nachkriegszeit am Reißbrett als geschlossenes Ensemble entstand, engagiert sich Elke Maria Alberts in hohem Maße. Sie leitete den Arbeitskreis Ortsbildpflege, ein beratendes Gremium für die zeitgemäße Aktualisierung der Leitgedanken Reichows.

In der Region Lippe engagiert Sie sich in dem Projekt "Jugend unter Dampf". Hier wurde durch ihr Büro ein historischer Eisenbahnwaggon von 1929 zu einem rollenden Jugendzentrum in Kooperation mit der "Landeseisenbahn Lippe e.V." zu einem rollenden Jugendzentrum umgestaltet. 2015 ist das "Jahr des Lichtes", ein guter Anlass für einen Workshop zum Thema Licht und Lichtplanung zusammen mit technikbegeisterten Mädchen aus der Region.

Für ihrer Leistung wurde Elke Maria Alberts der Unternehmerinnenbrief durch die Bundesgründerinnenagentur bga überreicht. Sie unterstützte Frauen und Mädchen in Beruf und bei der Ausbildung, die Initiative Girl´s Day und Architektur macht Schule waren Anlässe. Selbst ist sie bestes Beispiel für die Frau am Bau, einer Branche, in der es fast nur Chefs gibt.

Als Vorbildunternehmerin ist sie durch Sigmar Gabriel, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, ausgezeichnet.

Elke Maria Alberts bei Liebold Live!

Am 29.02.2016 war Elke Maria Alberts bei Liebold live auf Radio Bielefeld mit den Themen Soziale Architektur, Selbstständigkeit und der Sennestadt zu hören. Wer´s verpasst hat, kann das Gespräch mit der Vorbildunternehmerin bei Radio Bielefeld nachhören (ca. 30 min.) Nachhören: Liebold Live! Radio Bielefeld vom 29.02.2016, 19:00 Uhr

Vita

"2007 gründete die Architektin Elke Maria Alberts in der Sennestadt das Büro für Soziale Architektur, alberts.architekten BDA. Als "Vorbild-Unternehmerin" setzt sich die Mutter zweier Töchter für Mädchen und Frauen in MINT-Berufen ein. Mit sechs Mitarbeitern plant und baut sie Sozialimmobilien. Schwerpunkte legt sie auf die bauliche Umsetzung der Inklusion. Sie ist Spezialistin für die Architektur der Nachkriegsmoderne. Als Vorbilder nennt sie Emilie Winkelmann, die erste Architektin Deutschlands und ihren Großvater Siegfried Pickert, dessen Menschenbild sie teilt. Durch ehrenamtliches Engagement und Projekte der Quartiersentwicklung übernimmt sie Verantwortung für die Region."
  • 2016 alberts.architekten, Büro für Soziale Architektur, Sechs Mitarbeiter
  • 2009-2015 Leitung des Arbeitskreises Ortsbildpflege im Sennestadtverein
  • 2008 Berufenes Mitglied im BDA Bund Deutscher Architekten
  • 2007 Gründung von alberts.architekten BDA, Büro für Soziale Architektur
  • 2000-2007 Architekturbüro Theodor Alberts, Bielefeld-Sennestadt
  • 2002 Eingetragen in der Architektenkammer NRW
  • 1999 Abschluss „Dipl.-Ing. Architektur“, Architekturstudium an der FH Detmold
  • Rudolf-Steiner Schule Bielefeld
  • 1969 geboren in Schloss Hamborn, Paderborn

Auszeichnungen

  • 2016 Ausgezeichnet mit dem CSR-Preis OWL, Sonderpreis für "Jugend unter Dampf"
  • 2014 Ausgezeichnet als Vorbildunternehmerin, Mitglied im Netzwerk FRAUENunternehmen
  • 2012 Auszeichnung mit dem Umweltpreis der Stadt Bielefeld
  • 2008 Verleihung des Unternehmerinnenbriefs der bga

    CSR Preis OWL

Veröffentlichungen

  • Alberts, Elke Maria (2015): Gibt es heilende Räume? in: AIT, BDIA Impulse 4/15
  • Alberts, Elke Maria (2014): Soziale Architektur - Raum für Inklusion.
    In: Magazin SCHULBAU (Februar 2014).
  • Alberts, Elke Maria: Mit Schulverschönerung die Räume kommunizieren lassen.
    In: Öffentlichkeitsarbeit macht Schule. Ein praxisorientiertes Handbuch zur Umsetzung von PR an Schulen (2009).
  • Alberts, Elke Maria: Der Pädagogische Bauausschuss. Kommunikationsinstrument zwischen Lehrern, Schülern, Eltern und Öffentlichkeit.
    In: Öffentlichkeitsarbeit macht Schule. Ein praxisorientiertes Handbuch zur Umsetzung von PR an Schulen (2009).
  • Alberts, Elke Maria (2012): Raum für Inklusion. Architektonische Konzepte für die Schule der Zukunft. In: Beruf: Schulleitung (Juli 2012), S. 16-17.

 

MINTmädchen: Jugend unter Dampf

 
Kulturelle Jugendarbeit im ländlichen Raum: Als fahrbares Jugendzentrum ist ein ehemaliger Gepäckwaggon von 1929 für Jugendliche angeschafft worden. Der Jugendwaggon für das deutsche Eisenbahnnetz zugelassen und darf mit 120 km/h überall dahin rollen, wo es einen Bahnhof bzw. eine entsprechende Abstellmöglichkeit gibt.

Vorbildunternehmerin: Maßnahmen

MINT-Mädchen: "Girls´Day" - Seit 2006 bietet nimmt Elke Maria Alberts regelmäßig am Girl´s Day - Mädchenzukunftstag teil. Das Programm ist das größte Berufsorientierungsprojekt für Schülerinnen weltweit. Im Architekturbüro erleben Mädchen die Baustelle und wie es ist, ein Unternehmen zu führen. Thematische Schwerpunkte setzte Elke Maria Alberts mit Aspekten der Sozialen Architektur.

Architekturvermittlung: "Architektur macht Schule" - Es geht nicht darum, neue Bauherren zu begeistern, sondern um die Auseinandersetzung mit Baukultur: Innerhalb des Programmes der Architektenkammer konnte Elke Maria Alberts bereits im vierten Jahr ein Projekt für SchülerInnen anbieten.

"Der Start in das eigene Leben beginnt für die Meisten mit einer eigenen Wohnung. Auch oder gerade für Jugendliche mit Unterstützungsbedarf ist das selbstständige Wohnen eine Herausforderung. Gemeinsam mit den SchülerInnen der Mamre-Patmos-Schule bauten wir im Forum der Schule eine Wohnung im Maßstab 1:1 und veranschaulichen, wie groß eine Wohnung für Menschen mit Unterstützungsbedarf sein kann." Video vom Projekt "Inklusives Wohnen"

Praktika: Die Entscheidung für einen Beruf ist ein Prozess. Gerne unterstützt Elke Maria Alberts Mädchen in der Findungsphase. Regelmäßig nimmt sie Praktikantinnen in ihrem Unternehmen auf. Jede Praktikantin erhält ein eigenes Projekt, an der sie arbeitet.

Personalpolitik: Frauen in ihrem Unternehmen übernehmen Verantwortung - in der Bauleitung und im Projektmanagement. Die Unternehmenskultur fördert den angemessenen Umgang mit Gender-Aspekten.

"Mehr Frauen in Führung – So geht´s"
Die WEGE Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft Bielefeld mbH und die Gleichstellungsstelle der Stadt Bielefeld zeigen Frauen in Führungspositionen in der Bielefelder Wirtschaft und Bielefelder Unternehmen, die auf die Kompetenzen von Frauen setzen. In der neuen Broschüren "Mehr Frauen in Führung - so geht´s" ist Vorbildunternehmerin Elke Maria Alberts als Beispiel hervorgehoben. Die vollständige Broschüre rufen Sie hier ab: WEGE.Wirtschaftsförderung Bielefeld

Mehr Frauen in Führung
Mehr Frauen in Führung

FRAUENunternehmen: Vorbildunternehmerin

Girls´Day 2016: "Architekten entwerfen schöne und funktionale Bauwerke, doch das ist nur die eine Seite des Berufes. Stehen bleiben müssen die Häuser und finanzierbar sollen sie sein. Architektinnen sind nicht nur kreativ! Der Beruf beinhaltet die statische, technische und wirtschaftliche Planung eines Gebäudes."

Das Angebot auf der Internetseite Girls´Day

Vorbildunternehmerin Elke Maria Alberts in ihrem Büro beim Girls´Day 2016: MMädchenzukunftstag 10!

Vorbildunternehmerin Elke Maria Alberts
Vorbildunternehmerin Elke Maria Alberts in ihrem Büro beim Girls´Day 2015: Mädchen für Ingenieur-Berufe begeistern

Weltfrauentag, 12.03.2016, Frauenfrühstück in Lippe, Frauen Union: "Elke Maria Alberts wird von der 1. Pionierinin der Architektur Emilie Winkelmann referieren und uns dann Einblick geben von ihren persönlichen Anfängen als Architektin."

Girls´Day 2015: Am Mädchenzukunftstag, 23. April 2015, lud Elke Maria Alberts in ihr Büro ein „Ich bin überrascht, wie vielfältig Soziale Architektur ist“, fasst Kim den Tag zusammen. Es ginge eben nicht nur um das Einfamilienhaus, sondern um komplexe und kreative Aufgaben für Gruppen und Gemeinschaften „die man sich selber stellt, oder von einem Auftraggeber bekommt“, so Elke Maria Alberts.

Karrieretag: „Konkurrentin gesucht Berufsziel Selbstständigkeit“ - Am Mittwoch, den 15. April 2015 fand am Standort Detmold der Hochschule Ostwestfalen-Lippe der dritte Karrieretag statt. Elke Maria Alberts hielt Auschau nach Konkurrentinnen und informierte über das Berufsziel Selbstständigkeit. Mehr Frauen in MINT-Berufe!

Vorbildunternehmerin Elke Maria Alberts
Frauen in MINT-Berufen: Prof. Grit Behrens, Architektin Elke Maria Alberts, IFB-Direkroin Heike Böhmer

Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Gründermesse DIE INITIALE (Westfalenhallen Dortmund): Am Freitag, den 20.11.2015 trafen Sie Elke Maria Alberts im Gespräch zum Thema Gründung und Selbstständigkeit! Vorbildunternehmerin Elke Maria Alberts moderierte zusammen mit Fotografin Nicola Rehage und Marketa Teutrine, Geschäftsführerin der iwoco network UG die Diskussionsrunde zum Thema "Kokurrentin gesucht - Berufsziel Selbstständigkeit".

DIE INITIALE – Starten. Gründen. Wachsen.

Vorbildunternehmerin Elke Maria Alberts
Unternehmerinnnen auf der Gründermesse: Elke Maria Alberts, Nicola Rehage und Marketa Teutrine auf der INITIALE